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Unter Hypertrichose (griechisch,. Ueberbehaarung. )
versteht man stärkeres Wachstum von Haaren, als es dem betreffenden
Körperteil, Alter, Geschlecht oder Rasse entspricht. Dieses Haarwachstum
ist von männlichen Sexualhormonen (Androgenen) unabhängig. Das
normale körperliche Behaarungsmuster variiert rassenbedingt sehr
stark, weshalb die Abgrenzung zwischen normaler Behaarung und Hypertrichose
nicht scharf ist. Deshalb ist die persönliche Empfindung von "Zuviele
Haare" für die Diagnose einer Hypertrichose entscheidend.
Hier spielt die soziokulturelle Umgebung eine entscheidende Rolle, insofern
als eine Frau aus dem Mittelmeerraum ihre Behaarung in Nordeuropa weniger
akzeptiert als in ihrer angestammten Heimat, wo viele Frauen rassisch
bedingt einen stärkeren Behaarungstyp aufweisen und deshalb als normal
einstufen. Eine Hypertrichose kann am ganzen Körper auftreten oder
sich auf einzelne Stellen beschränken:
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Hypertrichosen, die den ganzen Körper
betreffen (generalisierte |
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Hypertrichosen): |
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Rassisch, ohne zugrundeliegende Störung:
häufiger im Mittelmeerraum und |
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Indien. |
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Praepuberale Hypertrichose:
tritt schon in früher Kindheit auf |
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Krankhafte Hypertrichosen:
Durch Allgemeinerkrankungen oder Medikamente |
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bedingt (Antiepileptikum
Phenytoin , Immunsuppressivum Ciclosporin) |
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Hypertrichosen,
die auf einen Körperteil beschränkt sind (lokalisierte |
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Hypertrichose): |
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Familiäre umschriebene Mehrbehaarung,
zB. der Ohren, Ellbogen |
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Behaarte pigmentierte Muttermale, die
entweder seit der Geburt vorhanden |
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sind oder später auftreten (Becker-Naevus) |
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Hypertrichose nach
chronischen Entzündungen (Sudeck. sche Dystrophie) |
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oder nach längerem Gipsverband |
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