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Der Zustand des Kopfhaars kann ein Spiegelbild des
körperlichen Allgemeinzustandes sein. Veränderungen des allgemeinen
Gesundheitszustandes, des Hormonhaushaltes oder der Ernährung können
sich auf die aktive Zellteilung der Haarwurzeln negativ auswirken und
zum vorzeitigen bergang des Haares aus der Wachstumsphase des Haarzyklus
in die Ruhepause führen. Daraus entsteht ein vermehrter Haarausfall,
der die Gesamtheit der Kopfhaare betrifft.
Dieser Typ des Haarausfalls (diffuses
Effluvium/diffuse Alopezie) wird nicht selten als akute Form im Anschluss
an hohes Fieber oder an operative Eingriffe beobachtet. Typischerweise
tritt er drei Monate nach einem derartigen Ereignis ein. Der chronische
diffuse Haarausfall (Effluvium) mit Bestandesdauer über 6 Monate
kommt häufiger im Zusammenhang mit Eisenmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen,
chronischen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Tumorkrankheiten,
Infektionen und Medikamenteneinnahme vor.
Er betrifft ebenfalls die Gesamtheit der Kopfhaare, hält an, solange
die Ursache nicht erkannt und behoben ist und wird erst bei einem Verlust
von mindestens 25% der Haare (Alopezie) sichtbar.
In ca. einem Viertel der Fälle von
chronischem (diffusem) Haarausfall lässt sich keine Ursache feststellen.
Ist eine androgenetische Alopezie mit Sicherheit ausgeschlossen, kann
in diesen Fällen trotz erhöhter Anzahl ausfallender Haare davon
ausgegangen werden, dass es nicht zu einem ausgeprägten Haarverlust
mit Glatzenbildung kommt, da für jedes ausfallende Haar ein gleichwertiges
nachwächst («kompensiertes Effluvium»).
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